Endlich kommt Bewegung in die Sache!
Es ist hinlänglich bekannt, dass ich selbst absolute Verächterin, als auch strikte Gegnerin, dieser Produkte der Süßwarenindustrie bin, die der gemeinen Bevölkerung unter dem Namen Ü-Eier bekannt sind. Und genau deswegen erfüllt es mich mit tiefster Zufriedenheit und grossem Wohlwollen gleichzeitig, dass endlich! die hohe Macht erkannt hat, dass diese gemeingefährlichen Ü-Eier eine wahrhaft ernsthafte und bislang nicht wahrgenommene Bedrohung für die wehrlosesten und hilflosesten Mitglieder unserer Gesellschaft darstellen: Unsre lieben Kinderchen nämlich!
Unsere Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Kinder sind UNSERE Zukunft! Die Kinder von heute zahlen unsere Renten von Morgen. Bedenkt! Es gilt also von jeher Kinder zu schützen vor den allerorts lauernden Dingen, die da beissen, kratzen, töten und angreifen. Zuallererst vor Ü-Eiern! Kinder sind nämlich von Haus aus alle ein bisschen doof und verwechseln ständig Spielzeug und Schokolade – man liest es tagtäglich in den Medien! Und deswegen sehe ich mich heute, an diesem gar prächtigen Jubeltag, unseren Politikern zurufen: “Ihr seid wunderbar und einzigartig, ich liebe Euch alle!” Allen voran Frau Miriam Gruß, die ich an dieser Stelle grüße, weil man kein Wortspiel auslassen darf in seinem Leben! Denn:
Politiker wollen das Überraschungsei verbieten.
Mit fällt eine fürchterliche Last an Sorgen von meinem Herzen, wenn dieses Verbot endlich umgesetzt ist und ich werde wieder ein Stück ruhevoller schlafen können. Denn endlich sehe ich uns auf dem richtigen Weg! Ich werde nun meine ganze Kraft und Stärke dafür einsetzen, dass dieser Weg auch konsequent weiterbeschritten wird – zum Wohle unserer Kinder! Und sehe sehr zuversichtlich einer Zukunft entgegen, die weiterhin das Verbot von Bäumen (können umfallen! auch auf Kinder!), Autos (fahren ständig Kinder um!), Elektrizität (Strom ist der Teufelsfeind von Kindern!), Wespen (stechen!), trocken Brot (Verschluckungsgefahr, aber wie!), Fenster (fällt man raus!), Glatteis (Bein- und Halsbruchgefahr!), Treppen (fällt man runter! Oder hoch, noch arger!) und, und und – die Liste ist endlos … ganz am Ende steht das große Ziel das Leben zu verbieten. Es ist bekanntermaßen eines der Gefährlichsten schlechthin.
ICH will mir nicht vorwerfen lassen, ich hätte mich um das Wohlergehen unserer Kinder nicht bemüht. Ich nicht!
14 Kommentare »
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Kommentar von zoee — 7. August 2008 @ 11:21
ich kann das gut nachvollziehen. mein kind hat früher immer das ei auseinandergebrochen und sich gierig die gelbe plastikkugel komplett in den mund gestopft und sie heruntergewürgt!
das fernsehen sollte man ebenfalls verbieten, davon wird man agressiv und isst nicht auf. genauso das internet. das ist absolut volksverdummend!
ebenso schlauchboote. als lippenersatz absolut unbrauchbar und wenn man die luft herauslässt, kann man kein doppelkinn mehr bekommen.
wie heisst deine partei? ich bin dabei!
(na? der war jetzt aber auch nicht schlecht, oder? vor allem mit botschaft!!!)
Kommentar von st. — 7. August 2008 @ 11:40
ich dachte an etwas kurzes, griffiges – eben einprägsam. zB:
SdKdWvalG-ShevuemiaunseShm!
Also, quasi als Abkürzung für “Schützt die Kinder dieser Welt vor allerorts lauernden Gefahren – Sie haben es verdient und eigentlich müsste ich arbeiten und nicht so einen Scheiss hier machen”.
Was hälst du davon?
(OKE, der war nicht schlecht, ich gebe es zu.)
Kommentar von Korrupt — 7. August 2008 @ 11:43
Ich bin ohnehin dafuer, dass auf alle, also wirklich *alle* Gegenstaende Warnhinweise kommen, dass sie wahlweise von Kindern geschluckt, eingeatmet, ueber den Kopf gezogen, zum Erschlagen anderer Kinder verwendet werden oder beim Umkippen kindererschlagend wirken.
Andererseits: im Sinne einer Jugend hart wie Kruppstahl und zaeh wie Leder: ist dieses “Learning by dying” nicht Teil der natuerlichen Auslese? Ich meine, ein Kind, das Feuerzeuge frisst, wird das je schlau genug sein, um dir nur fuenfzig Cent Rente zu verdienen? Ich denke, eher nicht.
Pingback von Kinder-Überraschungs-Überraschung « daRONNs ||| ostBLOG — 7. August 2008 @ 11:53
[...] [via Nachrichten + angeber.in] [...]
Kommentar von Fellmonsterchen — 7. August 2008 @ 13:56
Endlich! Das war überfällig. Der Partei trete ich sofort bei. Bitte ebenfalls in die Verbotsliste aufnehmen: Papier (kann man sich ganz böse dran schneiden, aua) und Apfelkerne (setz ein Kind ins Treibhaus und fülle eine Million Apfelkerne in selbiges — wenn das keine Gefahr ist, was dann?).
Kommentar von Helge — 7. August 2008 @ 15:46
Alternativ Kinder verbieten und alles andere so lassen wies ist? Keine gute Idee? :o)
Kommentar von Lobo — 7. August 2008 @ 18:18
Eigentlich müsste man sich darüber aufregen …
Was sollen denn die armen Kabarettisten und Karikaturisten jetzt machen?
Das ist ja schon so überzogen und bekloppt, das man da keine Witze mehr draus machen kann.
Nee Nee, so geht datt ja mal gaarnich.
Kommentar von feydab — 7. August 2008 @ 22:16
…und was ist mit Jack?
Kommentar von st. — 8. August 2008 @ 18:48
jack wird schriftführer?
Kommentar von Tiramisu — 8. August 2008 @ 20:43
Ich weiss noch etwas, vor dem man die Kinder unbedingt schützen sollte – Mütter!
Und wer denkt an die vielen Ü-Ei-Gimmick-Sammler, die bei einem Verbot dann tausendfach Suizid begehen werden?? :o)
Kommentar von zoee — 10. August 2008 @ 14:56
SdKdWvalG-ShevuemiaunseShm plus ussvoiM!
doch, damit kann ich mich anfreunden.
ü-gimmick-sammler sollten sowieso verboten werden. die bescheissen einen immer auf dem flohmarkt. “das ding ist doch höchstens 15 cent wert” heisst es erst, um dann gaaaanz langsam und unauffällig-entspannt weiterzugehen. drei minuten später ertönt ein “hurraaaaa! dergartenzwergmitabgeschlagenernase! NASE!!!! N A S E !!!!”-schrei.
Kommentar von st. — 12. August 2008 @ 19:25
plus ussvoiM
bitte sofort ausschreiben, eh ich mir mein kleines hirn noch mehr verbiege. danke!
Pingback von Wortspielhölle mit Katzenbildern | Tales from the Mac Hell — 16. August 2008 @ 11:45
[...] spuckt nicht wirklich was passendes aus. Das, obwohl andere Leute von sich behaupten, nie ein Wortspiel auszulassen und der Cat Content seit Jahren mit eigenem Button verewigt wurde. Jedenfalls, seitdem besitzeich [...]
Trackback von Kinderwitze — 17. Dezember 2008 @ 20:24
Kinderwitze…
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