Und jetzt der Weltfrieden.
Ich beschäftige mich ja derzeit immer wieder aktiv damit die Welt zu verbessern. Das wird nicht immer entsprechend gewürdigt, aber die grössten Helden sterben unverstanden. Warum soll es Heldinnen da anders gehen? Deswegen will ich nicht klagen.
Erst vergangenes Wochenende habe ich meinen bescheidenen Obolus entrichtet, um die Kommunikation der unterschiedlichsten Herkünfte, Traditionen und politischer Ausrichtungen unter- und miteinander zu fördern: Befreundete Pärchen! Das kennt doch jeder, oder? Man hat in seinem Bekanntenkreis ständig mindestens ein befreundetes Pärchen, das mit einem anderen befreundeten Pärchen aus demselben Bekanntenkreis irgendwie partout nicht klar kommen will. Da kollidieren mitunter Weltansichten miteinander, die ein gemeinsames Miteinander sehr anstrengend gestalten können. Dem habe ich erfolgreich entgegengewirkt und ganz den Gedanken verfolgend, dass nur Kommunikation mit- und nicht gegeneinander dem angestrebten Weltfrieden dienlich ist, habe ich unsere befreundeten Pärchen der unterschiedlichsten Couleur um mich versammelt und, was soll ich sagen? – Wir haben wundervolle Stunden miteinander verlebt, in denen persönliche Weltbefindlichkeiten komplett zurückgestellt wurden. Es geht also! Alle können miteinander auskommen, wenn sie nur wollen! Ich weiss es nun genau.
Um die Brisanz der Mischung der anwesenden befreundeten Pärchen zu verdeutlichen, möchte ich Euch eine zufällige Auswahl der Anwesenden heute vorstellen:

Herr Bär und Herr Bär, leben seit mittlerweile gut 4 Jahren in fester Beziehung miteinander, sexuelle Ausrichtung: Schwul. Wollen Anfang 2009 heiraten. Beide sehr aktiv in der politischen Schwulenszene und absolute Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe. Sehr entzückende Gesellen!

Frau Spiegel und Herr Aust, frisch getrenntes Ehepaar, das auf eine langjährig dauernde Ehe zurückblicken kann. Sehr anstrengend die Beiden! Problematisch sind frisch getrennte Pärchen eh immer für alle anderen – doch obwohl sie sich mittlerweile sogar vor dem Kadi über ihre Trennung streiten, haben sie Haltung bewahrt und niemanden mit ihrer Trennungsscheisse grösser belästigt. Sehr angenehm eigentlich! Schade, sie waren so ein hübsches Paar, aber man munkelt Sie hätte einen Anderen, oder sogar 2 – da kann man nichts machen: Wo die Liebe hinfällt.

Herr Federball und Frau Federball, Ausländerpärchen! Mischehe zudem auch noch! Er: Made in China, Sie: Made in Taiwan. Fanatische Sportler ausserdem. Huihui, die waren schon zeitweise atemberaubend anstrengend, oke. Doch da die Olympischen Spiele und auch der Dalai Lama nicht wirklich auf der Tagesgesprächsordnung standen, gab es mit Familie Federball keine wirklich kritische Situation. (Nur einmal, als Herr Federball mutwillig und ungewünscht die Grenze zum Garten der Nachbarin übertrat, wurde mir kurz mulmig – aber wir konnten das mit geschickter Diplomatie deeskalieren!)

Herr Eichhorn und Frau Eichhorn, Pelzträger aus Leidenschaft. Sehr nervöse Menschen, die ständig wirken als seien sie auf der Flucht. Wen wundert’s, angesichts des Umstandes, dass Pelzträger ja auch kategorisch gejagt, verfolgt und getötet werden! Weshalb die Beiden auch auf einen magischen Sicherheitsabstand von mindestens 1 Meter Fünfzig bestanden, nur für dieses eine Photo durfte ich ein mal näher an sie heran. (Danke Euch beiden noch mal für das Vertrauen!)

Herr jugendlicher Terrorist und Frau Kullerauge, Jugendliche Nahkampfterroristen, derzeit im Trainingslager “Pubertät” wohnhaft, sehr unterhaltsame Menschen mit wirklich lustigen Weltansichten. Allerdings ist die Diskussion mit den Beiden, wie bei allen Extremen, über diese Weltansichten äußerst anstrengend! (Das k auf der Waffe, mit der die 2 derzeit trainieren, steht übrigens als Abkürzung für Kanngradnichthelfenmamabintotalbeschäftigt.)
Und? Was tut Ihr für den Weltfrieden? :)
20 Kommentare »
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Kommentar von Mik — 27. Mai 2008 @ 10:11
“Und? Was tut Ihr für den Weltfrieden? :)”
…ich habe es heute am Telefon probiert, dem Weltfrieden freundlich entgegenzutreten:
Frau Mik (befindet sich zur Zeit auf Geschäftsreise im Königreich far far away) am Telefon:
Vermisst du mich genauso doll wie ich dich?
Herr Mik (nun geläutert aber nicht schlauer durch die Frau fragt – Mann antwortet Geschichte) entgegnet:
Ich denke nicht. Denn ich bügle gerade deine doofen Blusen.
…der Weltfrieden muss also noch warten :D Aber wie schon festgestellt wurde, hat der sich eh in zahlreiche Frauenschuhe geschoben und kann dort auch gerne bleiben ;)
Kommentar von Lobo — 27. Mai 2008 @ 11:00
Was ich heute für den Weltfrieden getan hab?
Ich hab diese *zensiert* Pappnase von Kunden nicht mit ner Geschenkpapierrolle verkloppt, obwohl er es verdient hätte.
Zitat : *Ohhh der Kopierer macht so viele Kopien, ich wollte doch nur eine*
Wenn du aber DREIMAL *1* eingibst, sind das nunmal 111.
*grummel*narf*
Kommentar von zoee — 27. Mai 2008 @ 13:43
ich habe heute nicht gepetzt. und mir die nase geputzt.
ich bin sehr neidisch auf deinen freundeskreis. boah!
Kommentar von st. — 27. Mai 2008 @ 14:26
Mik: wer blusen bügeln muss, der ist vom weltfrieden befreit. das sehe ich _vollkommen_ ein!
Lobo: allerdings kann eine zünftige klopperei dem weltfrieden durchaus dienlich sein, das sehe ich schon so. :)
zoee: ich bin auch total neidisch auf meinen freundeskreis! immerhin haben die in mir eine derart nette, aufopferungsvolle und liebenswerte freundin – das hat nicht jeder! so meintest du das ja wohl sicherlich? :)
Kommentar von zoee — 27. Mai 2008 @ 15:20
ich finde es vor allem so toll, dass deine freunde so total real und dufte sind! manche menschen erfinden einfach irgend einen unfug!
kaum zu glauben, oder?
lädtst du mich auch einmal ein, wenn ich einen esel mitbringe?
Kommentar von st. — 27. Mai 2008 @ 16:04
sowas erschüttert mich auch immer total! zudem es ja in dem fall noch viel krasser wäre, würde ich unfug treiben: weltfrieden, zoee! W_E_L_T_F_R_I_E_D_E_N! damit treibt man nämlich keinen unfug, mit allem, aber damit nicht!
nö, ich will jetzt keinen esel mehr. ich bin nämlich sehr beleidigt wegen dieser eselssache und einen mitleidsesel nehme ich nicht! aber du bist natürlich jederzeit willkommen. :)
Kommentar von zoee — 27. Mai 2008 @ 16:34
“mitleidsesel” – was für eine vorlage!
aber ich kann ja schweigen. in ganz echt!
Kommentar von Lobo — 27. Mai 2008 @ 17:13
Wie ?? Was ??
*neugierig guck*
los — los erzähl schon !
Mitleidsesel ist übrigens ein schöne Wortkreation.
Kommentar von st. — 27. Mai 2008 @ 17:24
theoretisch würde ich mich jetzt auch grade dafür interessieren, worauf zoee da anspielt.
aber praktisch fürchte ich mich sehr vor ihrer spitzen zunge, deswegen hake ich wohl besser nicht nach?
Kommentar von Helge — 27. Mai 2008 @ 18:54
/me lauscht aufmerksam. Sag an Zoee. ^^
Kommentar von zoee — 27. Mai 2008 @ 19:15
:x
Kommentar von Lobo — 27. Mai 2008 @ 21:47
Och Zoee ….
Siehst du nicht das Fragezeichen.
Sie will doch nachhaken.
Ich mein wir Männer sind ja grundsätzlich nicht neugierig, aber mann kann ja mal ne Ausnahme machen *räusper*
Kommentar von st. — 28. Mai 2008 @ 08:17
ich weiss zwar auch immer noch nicht, worauf zoee da anspielt, aber wenn das ergebnis meiner weltfrieden-bemühungen das ist, dass männer angeblich nicht neugierig sein sollen – also, dann habe ich etwas falsch gemacht.
Kommentar von Mik — 28. Mai 2008 @ 09:04
Nein, du musst dir keine Vorwürfe machen. Wir Männer sind ganz genauso neugierig wie ihr. Allerdings….und da ist wirklich mal ein kleiner Vorteil für uns…auf eine subtiliere Art und Weise bringen wir das zum Ausdruck:
…sag…los…sag bitte…nein?…dann nicht…
Bis hierhin bei Männlein und Weiblein alles gleich. Nur jetzt kommt der entscheidene Faktor. Das männliche “ist mir Hupe, kann nicht so wichtig sein – Gen”
Denn exakt (wissentschaftliche Studien mit mir und einer Stopuhr belegen) 3 Minuten und 23 Sekunden später haben wir die Thematik verdrängt und gestrichen.
…denn wir bohren dann nicht nach drei Wochen nach: “Sag mal Schatz vor drei Wochen um 12:34 Uhr hast du etwas angedeutet…was war das?” …einzig mögliche und wahrheitsgemäße Antwort:”Hä?…was?”
…und schon sind wir dem Weltfrieden ein weiteres Stück entrückt :D
Kommentar von zoee — 28. Mai 2008 @ 10:20
@mik: wo leben denn solche männer? mir sind bislang -also nahestehende- untergekommen, die sich sehr wohl noch an jeden pups aus der vergangenheit erinnern konnten. und zwar immer genau dann, wenn sie mist gebaut haben “aber du hast damals, vor 3 jahren doch auch …”
ausredengedächtnis nenne ich das!
Kommentar von Mik — 28. Mai 2008 @ 10:39
@zoee
Muss sich um eine schleichende Mutation der Spezies Mann handeln, bei denen ein Gendefekt vorliegt.
…aber auch diesen Männern möchte ich kein Ausredegedächtnis andichten lassen. Ich würde das eher umdefinieren in selektives Gedächtnis…nämlich die Fähigkeit wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.
…und ja, es ist lebenswichtig zu wissen und diese Information zu speichern, wer das Siegtor des Lieblingsvereins am 23.05.1964 gegen den FC Klein Hintertupfingen schoß :D
Kommentar von st. — 28. Mai 2008 @ 11:51
ausredengedächtnis. das wort muss ich direkt in meinen sprachgebrauch integrieren, das ist ja sehr hübsch!
Pingback von angeber.in » Blog Archive » Echtzeitrumüberlegungen. — 30. Mai 2008 @ 08:48
[...] bis Uhre im Büro sitzen will, weil das Wetter schön ist und wir abends wieder mit unseren wunderbaren Freunden verabredet sind und alles eben. Er nickte eifrig und wichtig und “‘Türlich, Mama, [...]
Pingback von angeber.in » Blog Archive » Keine männerfeindlichen Blogbeiträge mehr! — 31. Mai 2008 @ 09:08
[...] nehme an, das ist das sogenannte negative Ausredengedächtnis, oder? Schliesslich weiss’ doch jedes Kind, dass Spülmaschinen immer im Wohnzimmer rechts [...]
Pingback von Bahnbrechende Erkenntnisse nach der EM | Einsichten eines Soziopathen — 30. Juni 2008 @ 23:45
[...] So ist denn auch die angeber.in mal wieder um Wochen ihrer Zeit voraus, oder zumindest voll im Trend, wenn man sie Kultur – ja [...]