Bleibt alles, wie’s ist.
Nun. Ich kann Wahrheiten in’s Auge sehen. So ist das. Es fällt manchmal nicht leicht, aber ich kann es. Und deswegen trete ich heute vor Euch (also, so sinnbildlich jetzt, ja?!) und verkünde:
Ich werde kein Rockstar.
Leider.
Denn das war es, was mich die letzte Zeit in Atem gehalten hat: Meine angehende Karriere als voll cooler Rockstar voranzutreiben. Ich war nämlich im Studio. Also. Naja. Ich war im Wohnzimmer, oke. Also, ich war natürlich nicht NUR im Wohnzimmer! Aber WENN ich im Studio war, DANN war ich im Wohnzimmer. Alles klar? Genauer gesagt: Ich war heute im Studio. Also, im Wohnzimmer. Ich bin zwar jetzt auch noch im Wohnzimmer, aber jetzt ist die Playstation aus und deswegen auch das Studio weg. Himmel, Ihr seid aber auch schwer von Begriff! Also:
Ich habe heute in der Zeit von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr Singstar gespielt. Und ich war gar nicht mal so schlecht. ECHT! Hm. Naja. Ich war vielleicht doch ein bisschen schlecht. Manchmal sogar “grausam”. (Ziemlich oft sogar, um ehrlich zu sein) Aber hier! Bei dem Song:
Bei DEM Song wurden mir Amateur-Fähigkeiten von dieser dummen Playstation bescheinigt. Was meine beste Wertung war. Von allen. Ich finde diese Playstation ganz schön fies. Mal ehrlich jetzt! Denn was dieses dämliche Gerät nicht berücksichtigt hat, waren die erschwerten Bedingungen, unter denen ich singen musste. Ja. Singt Ihr Euch doch mal die Karriereleiter hoch, während der Traummann so tut, als würde er nicht lachen und der Sohn sich beschämt in sein Zimmer zurückzieht, weil seine voll peinliche Mutter im Studio Wohnzimmer singt. Und Jack beisst derweil in’s Mikrophone. Wie soll man denn da ernsthaft arbeiten? So als Künstlerin! Also, bitte. Die Idee war gut, aber die Welt noch nicht bereit. Meint:
Ich werde kein Rockstar.
Leider. Aber das sagte ich ja schon.
Da nicht davon auszugehen ist, dass ich demnächst Madonna-like über die Bühnen dieser Welt turnen werde, weil ich keinerlei ernsthafte Unterstützung aus meinem nahen Lebensumfeld diesbezüglich zu erwarten habe, konzentriere ich mich also wieder auf die Dinge, die ich kann:
Das Internet mit Hunde-Bilder vollkleben. Das kann ich zum Beispiel total gut! Ich bin da sozusagen Meisterin drin. Ich meine, da kann mir keiner was vormachen, sein wir doch mal ehrlich:

Ich kann noch mehr voll gut. Echt! Zum Beispiel kleine Hunde ärgern, indem ich sie am Schwanz festhalte, obwohl sie grade losrennen wollen:

Oder! Was ich auch absolut supergut kann, ist: Kleine Hunde, die es hassen so rumgetragen zu werden, als wären sie ein Baby, so rumzutragen, als wären sie ein Baby. Das kann ich hammergut. Ehrlich! Guck:

Also, kann ich es? Oder kann ich es nicht? Ich kann es. Ganz eindeutig.
Ich bleibe Euch also erhalten. Ich werde nicht berühmt. Ich werde nicht zu beschäftigt sein zum Bloggen, weil ich ständig auf Tour bin und Pressekonferenzen geben muss. Ich werde in Folge also auch nicht mit George Clooney am Arm auf irgendwelchen VIP-Partys rumhängen und wenn wir Bruce Willis treffen, werde ich ihm nicht die Zunge rausstrecken, weil er echt was verpasst hat mit mir. Ich werde mir einfach weiterhin, wie bisher auch, vom Sohn auf der Nase rumtanzen lassen. Und diese Sachen. Kurzum: Es bleibt alles, wie’s ist.


