“Ich finde, sie sind eh viel dünner als ich!”

von st. am 27 Januar 2009 — Kategorie: der sohn

…sagt DietollsteFrauderWelt und schaut mich freudestrahlend an. Woraufhin der Sohn stehenden Fusses in brüllendes Gelächter ausbricht. Und mich eine lähmende Form des Hasses übermannt, die ich so noch nicht kannte. Der Sohn nimmt DietollsteFrauderWelt zwischen zwei Lachanfällen in den Arm und kicherte ihr in’s Ohr, dass sie mich doch bitte endlich duzen solle. DietollsteFrauderWelt guckt bekümmert zu Boden und erklärt, dass sie so nicht erzogen wurde.

Ich hole sehr tief Luft und frage:

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Und ich hab DOCH einen Leser!

von st. am 24 Januar 2009 — Kategorie: angebär.in

Jüngst behaupteten böse Zungen irgendwo in den Kommentaren, hier läse doch eh kein Mensch mit. Das dies eine infame und nicht wahrhafte Unterstellung ist, wurde just heute bewiesen.

Mein Vater Der Mann, der hier niemals namentlich genannt werden möchte, weil die Sprachkultur auf dieser wunderbaren Internetpräsenz unter aller Sau sei (Also: Eure. Nicht meine!), übersandte mir per elektronischer Briefpost den ultimativen Beweis, das hier eben doch Leute lesen. Zumindestens 1 Leute nämlich:

Mitlese-Bärchen

Und dass Bärchen auch Leute sind, ist ja von jeher eine unumstrittene Tatsache, die noch nie gehaltvoll widerlegt werden konnte. Also.

Undank ist der Mutti Lohn.

von st. am 20 Januar 2009 — Kategorie: der sohn

Der Muttizettel

zoee war so nett und hat keine Kosten und Mühen gescheut und in _stundenlanger_ Detailarbeit, sowie unter Beachtung aller aktuellen pädagogischen, moralischen und ästhetischen Richtlinien dem Sohn den ultimativen Universal-Muttizettel ausgestellt. (Mit Siegel!) ((Also: mit ECHTEM Siegel, ja!))

Der grosse Moment kam und mir selbst kam die wunderbare Ehre zuteil dem Sohn, in einer sehr rührseeligen und gleichermassen ausgesprochen feierlichen Zeremonie, untermalt von den zarten Gesangeskünsten des unvergleichlichen und einzigartigen Bushidos, dieses wertvolle Dokument (auf echter Bütte mit Wasserzeichen!) zu überreichen. Es waren sogar VIPs zugegen: DietollsteFrauderWelt und Jack himself!

Was soll ich sagen? Die Reaktionen waren schlichtweg ü_b_e_r_w_ä_l_t_i_g_e_n_d:

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Der Muttizettel.

von st. am 17 Januar 2009 — Kategorie: der sohn

Im Büro. Das Handy piept los: SMS vom Sohn.

Ich lese sie einmal, lese sie noch mal, springe auf, renne zum Chef in’s Büro und lege los: “Hier, hör mal zu.” Sagt der Chef: “Nö.” Sagt er immer, ist ein Reflex, ich beachte es nicht weiter und lese die SMS laut vor:

“Du, Mama. IrgendeinallerallerbesterFreund feiert ja heute seinen Geburtstag. Und er feiert in einer Disko ab 18. Aber wenn Du mir einen Muttizettel unterschreibst, dann kann ich da auch rein. Würdest Du das machen?”

Beim Wort “Muttizettel” guckt der Chef hoch und grinst. Wir haben zwar beide keine wirkliche Ahnung, was das sein soll, finden es aber schon mal vorsorglich lustig. Und ich tu’ erst mal das, was ich immer tue, wenn ich nicht weiss, worum es geht: Nix.

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Auf, auf zur Urne!

von st. am 14 Januar 2009 — Kategorie: alles andere

Also, zur Wahlurne natürlich. Ihr immer mit Eurem morbiden Gedankgut, ist ja schlimm. Also:

(Für zufällig in’s Blog Reinstolpernde: Wir wählen hier total demokratisch den künftigen Besitzer des gulli wars(tm)-Buch)

Gut, meinetwegen kann’s losgehen. Zuvorkommend, wie ich nun mal bin, habe ich – unter Beachtung aller demokratischen Grundsätze, die mein kleines Hirn so kennt (sind nicht viele, don’t worry) – schon mal vorsortiert und ein bisschen disqualifiziert. Aber! T_O_T_A_L demokratisch disqualifiziert, echt! Oke, here we go:

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Wir brauchen haben einen Termin!

von st. am 13 Januar 2009 — Kategorie: der sohn

Der Sohn braucht ein Girokonto, er hat ja nur dieses kindische Sparkonto und das geht ja nun nicht mehr, weil er will ja gar nicht sparen, klar. In ungewöhnlich weiser Vorahnung, dass man sicherlich etwa 17 verschiedene Dokumente und Unterschriften benötigt, um einem minderjährigen Scheidungssohn, mit dessen Vater einen selbst zwar das gemeinsame Sorgerecht eint, aber dafür ca. 600 km Wohnortdistanz trennt, ein Bankkonto zu eröffnen, gehe ich vorab zur Sparkasse meines Vertrauens. Um mich zu erkundigen. Ich bin doch so total praktisch denkend, wisst Ihr ja!

Oh, das ist alles ganz easy, erklärt mit der angehende Börsenverspekulatius hinter seinem Tresen: Mein Personalausweis, den vom Sohn und den Sohn selbst natürlich, “Hahaha, kleiner Scherz!”, mehr brauchen wir nicht – dann eröffnen wir das Konto, sperren es, schicken dem Kindsvater den Kontoeröffnungsantrag, er unterschreibt den, schickt den mit Kopie seines Personalausweises zurück, dann wird das Konto entsperrt – et voilá: Der Sohn hat sein privates Wirtschaftswunder und ist in der Welt der Finanzen angekommen.

Geburtsurkunde? Neiheein, Frau angeber.in, keine Geburtsurkunde, der Personalausweis beweist ja, dass er geboren ist, haha, kleiner Scherz! Ich hab noch mehr Beweise, dass er geboren ist, ein total unaufgeräumtes Kinderzimmer zum Beispiel, ob ich ein Photo mitbringen soll? Wie ich das jetzt meinen würde? Nichts, kleiner Scherz, vielen Dank, bis dann!

Heute also zur Sparkasse. Mit Personalausweis. Mit Sohn. Mit Personalausweis vom Sohn. Ohne Termin. Ohne Geburtsurkunde. Wir treten an diesen Tresen da, werden freudig begrüsst, was man für uns tun könne, bitte? Schweigen. Der Bankmann guckt erwartungsvoll. Ich schubse den Sohn an. Der Sohn schubst zurück und starrt auf den Fussboden. Toller Teppich! Der Bankmann räuspert sich. Ich seufze.

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Ach. Sie tut’s schon wieder.

von st. am 10 Januar 2009 — Kategorie: alles andere

Bücherdingsda meine ich. Nämlich! Da zoee sich seit geraumer Zeit an der Benachrichtigungskarte über die Zustellung des tollen Bushido-Buchs erfreut und vor lauter Freude vergessen hat, es abzuholen und es nun wieder zu mir zurückgekommen ist und ich also eh wieder zur Post dappeln muss, um es erneut loszuschicken, kann ich eh gleich noch ein Paket mit auf den Weg bringen. Ich bin nämlich total praktisch veranlagt. Gut, oder?

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